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Network Application Governance
Ipanema ist der einzige Anbieter von Network Application Governance-Funktionen. Dank ihres speziellen Systemdesigns erlaubt es diese Lösung den Netzwerkmanagern erstmals, sich auf übergeordnete Tätigkeiten zu konzentrieren. Damit wird endlich das langjährige Versprechen eingelöst, das Netzwerk als strategische Ressource des Unternehmens zu nutzen.
Network Application Governance-Features ermöglichen:
Die Umstellung auf anwendungsbezogene Service Level Agreements
Unternehmen wünschen sich heute eine stets garantierte, beständige End-to-End-Anwendungsperformance. Da viele Applikationen über das Firmen-WAN laufen, spielt es bei der Umsetzung dieses Ziels eine wichtige Rolle. Service Provider müssen deshalb Garantien über die Performance dieser Anwendungen abgeben.
Diese Vereinbarungen werden in Form von Service Level Agreements (SLAs) festgelegt, die von den Service Providern und den Unternehmen ausgehandelt werden. Die üblichen Netzwerkservice-SLAs beziehen sich jedoch nicht direkt auf die Performance der geschäftskritischen Anwendungen. In der Regel basieren sie auf untergeordneten Indikatoren wie Leitungsverzögerung oder Paketverlust, die meist nur von Router zu Router mit „Pings“ oder mit Router Probes gemessen werden, die ihrerseits die Performance beeinträchtigen.
Ein solches SLA-Konzept wirft Probleme in dreifacher Hinsicht auf:
- Die entsprechenden SLAs beziehen sich per Definition nicht auf die Anwendungsperformance, sondern auf die Verbindung selbst.
- Die SLAs beziehen sich nicht auf die Performance von LAN zu LAN. Die Ping- oder Router-SAA-Messungen (SAA = Service Assurance Agent, ein Cisco-Feature), die bei den meisten Implementierungen zwischen PE Router oder Shadow Routern durchgeführt werden, berücksichtigen nicht im vollen Umfang die Stauproblematik auf der CPE-Seite.
- Diese SLAs sind letztlich nur eine Schätzung der tatsächlichen Performance, da die Ping- und SAA-Ergebnisse auf zusätzlichem, simuliertem Verkehr basieren, der nicht konstant auftritt.
Ipanema bietet ein vorkonfiguriertes Framework für die Definition, die Messung und die Umsetzung von anwendungsbezogenen SLAs. Dieses enthält eine Reihe von High Level-Indikatoren für die Anwendungsqualität, die sich für applikationsbezogene SLAs eignen (z.B. AQS und MOS). Das Framework bietet zudem die Fähigkeit zur automatischen Prüfung der SLA-Gültigkeit (durch „Überaktivität“) und liefert eine Reihe dedizierter SLA-Tools und
-Auswertungen. Die Durchsetzung der anwendungsbezogenen SLAs im kompletten Netz wird mit Hilfe des globalen und dynamischen Datenverkehrs-Managements erzielt, das auf den Zielvorgaben für die Anwendungsperformance basiert.
Ipanema ermöglicht anwendungsbezogene SLAs, die:
- exakt auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sind.
- präzise die unterschiedlichen Abschnitte der Anwendungs-Lieferkette abdecken.
- das tatsächliche Qualitätslevel, das dem Endbenutzer geboten wird, präsentieren.

Die optimale Bandbreitendimensionierung gemäß den angestrebten Service Levels
Um den Nutzern die erforderlichen Service Levels zu liefern, muss an den einzelnen Standorten die entsprechende Bandbreite vorhanden sein.
Die Rightsizing-Funktionalität des Ipanema-Systems nutzt die Optimierungs- und Visibility-Funktionen zur Analyse der aktuell zur Verfügung stehenden Bandbreite und der Benutzeranforderungen gemäß der Performance-Zielvorgaben. Auf der Grundlage dieser Analyse wird dann das exakte Verhältnis zwischen Bandbreite und Service Levels errechnet.
Im folgenden Beispiel zeigt die Rightsizing-Auswertung, dass die User geschäftskritischer Anwendungen am betreffenden Standort im gewählten Zeitabschnitt (der sich mittels Hochrechnungsalgorithmen auch auf die Zukunft beziehen kann) bei einer Zugriffsverbindungskapazität von 768 kbit/s die erforderlichen Netzwerkressourcen jederzeit zu 100 Prozent erhalten. Für Benutzer von nichtkritischen Anwendungen wären die Qualitätsziele in diesem Beispiel nur in 80 bis 90 Prozent der Zeit erreicht worden. Damit alle Applikationen zu jeder Zeit mit der definierten Performance zur Verfügung stehen, wären circa 1.500 kbit/s notwendig. Das entspricht dem dreifachen Umfang an Bandbreite. Dabei verfehlen die nichtkritischen Anwendungen ihre Performance-Zielvorgaben bei einer Zugriffsverbindungskapazität von 768 kbit/s nur in 10 bis 15 Prozent der Zeit.
Wo also liegt der ideale Wert in der Anwendungsperformance-/Verbindungkosten-Kurve? Diese Frage lässt sich zum ersten Mal mit der Rightsizing-Auswertung von Ipanema beantworten.
Dabei handelt es sich um ein komplett neues Konzept zur Dimensionierung von Netzwerkverbindungen. Es richtet sich viel genauer nach den Bedürfnissen des Unternehmens als jede andere Lösung zur Kapazitätsplanung.

Die Vereinfachung des Change Managements, die Beschleunigung der Abläufe und die Reduzierung der Total Cost of Ownership (TCO)
Herkömmliche Lösungen zur Verkehrskontrolle basieren auf Regeln, die lokal auf jeder Appliance im Router oder Shaper konfiguriert werden müssen. Ein Netzwerk, das auf einem solchen Konzept basiert, ist schwierig zu verwalten, auch wenn die Zahl der Änderungen oder Standorte nur moderat steigt. Denn Regeln sind grundsätzlich statisch und beruhen auf einer bloßen Einschätzung des Verkehrsaufkommens an den einzelnen Standorten. Sie ergeben sich aus den verschiedenen Anwendungen, der Benutzeranzahl und weiteren Größen. Diese Regeln sind jedoch nur dann korrekt, wenn die Verkehrssituation der Prognose sehr nahe kommt.
Ein Netzwerk verhält sich jedoch wie ein lebender Organismus. Es finden Änderungen statt, die sowohl von der IT-Struktur als auch vom Netzwerk selbst ausgehen. Regelbasierte Lösungen müssen für jeden Standort einzeln konfiguriert und bei jeder Änderung manuell angepasst werden – damit können sie schnell zum Verwaltungsalptraum geraten.
Das zielbasierte Modell des Ipanema-Systems sorgt für eine dramatische Vereinfachung des Change Managements.
Denn die Einstellung der Parameter zur Verkehrsregulierung auf jeder Hardware-Appliance entfällt. Die Parameter errechnen sich vielmehr automatisch aus der Benutzererwartung an das Netzwerk (also den Zielvorgaben für die Anwendungsperformance) und der aktuellen Situation (User-Anzahl, Anwendungsmix, Stau-Level). Viele Änderungen, die bei herkömmlichen Lösungen großen manuellen Arbeitsaufwand verursachen, werden vom Ipanema-System komplett automatisch vorgenommen. Nur Änderungen wie die Einbindung eines Standorts oder einer Anwendung erfordern noch einen gewissen Aufwand, der sich jedoch in Minuten und nicht in Stunden bemessen lässt.
Mit dem Konzept von Ipanema wird das Change Management erheblich vereinfacht – der globale Betrieb kann sofort gestartet werden, während die TCO für das Verkehrsmanagement auf ein Minimum reduziert wird.

Die klare Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen dem WAN- und dem IT-Bereich
Bei der Fehlerdiagnose ist es wichtig, jedes einzelne Glied der Lieferkette hinsichtlich seines Einflusses auf die Anwendungsperformance zu kennen.
Dank eines umfassenden Katalogs von Messgrößen kann Ipanema gezielt den geleisteten Beitrag zur Anwendungs-Performance ermitteln:
- Die WAN-Verbindung, die vom Service Povider gestellt wird: Diese Kennzahlen können beispielsweise genutzt werden, um zu prüfen, ob das WAN für Anwendungen mit hohen Qualitätsanforderungen wie VoIP geeignet ist
- Das WAN inklusive des Einflusses der WAN-Optimierung - von LAN zu LAN gemessen
- Die Server/Client-Systeme für die TCP-Ströme
Die Optimierung der Unternehmensprozesse durch die Kostenverrechnung gemäß Nutzung und erhaltener Performance
Das Ipanema-System erfasst für jede Anwendung Informationen über das Volumen und die Qualität, mit der sie zur Verfügung gestellt wurden.
Ein dediziertes Tool-Set erlaubt die flexible Zusammenstellung dieser Informationen, damit die Kosten den einzelnen Geschäftsbereichen zugeordnet werden können. So lassen sich Unternehmensabläufe optimieren und die Bedürfnisse jener Unternehmen befriedigen, für die die Verrechnung der IT-Leistungen seit jeher ein Problem darstellte.






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