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Intelligent Acceleration
Der folgende Abschnitt beschreibt die Funktionalitäten des Ipanema-Systems, mit denen sich die Antwortzeiten WAN-basierter Anwendungen verkürzen lassen.
Die Intelligent Acceleration-Features ermöglichen:
Beschleunigung bei gleichzeitigem Performance-Schutz für kritische Anwendungen
Intelligent Acceleration verkürzt die Antwortzeiten der Applikationen und bietet damit deren Benutzern die Anwendungsqualität, die sie erwarten. Die Technologie ist eng verbunden mit der Optimierungsfunktion des Systems, mit der sich die Performance der unternehmenskritischen Anwendungen selbst unter schwierigsten Bedingungen im gesamten WAN sicherstellen lässt.
Koordiniert durch die dynamische Optimierungstechnologie liefert das System eine Kombination verschiedener Mechanismen, die für die Vermeidung von Redundanzen sowie für TCP- und Anwendungsbeschleunigung sorgen.
Das autonome Netzwerkmangementsystem von Ipanema aktiviert die Beschleunigungsmechanismen dynamisch je nach Art der Anwendung. Dabei passt das System automatisch die entsprechenden Parameter an die momentane Netzwerksituation an. Die dafür notwendigen Echtzeit-Daten liefert eine dynamische, globale Analyse des Verkehrsmix, des Benutzerverhaltens sowie der aktuell im WAN zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Intelligent Acceleration auf einen Blick:
- Kontrolle – Die Beschleunigungsmechanismen sind eng mit der Optimierungskomponente des Systems verbunden.
- Vermeidung von Staus – Die Optimierungsfunktion verhindert, dass die Beschleunigungskomponente Staus verursacht – auch in vermaschten Netzwerken.
- Die Optimierungskomponente verteilt die mit der Beschleunigung eingesparte „virtuelle Bandbreite“ auf die Anwendungen entsprechend der Unternehmensprioritäten.
- Transparent für die IT – Die Beschleunigung von Ipanema erfordert keine Änderung an der IT-Konfiguration (und umgekehrt).
- Transparent für das Netzwerk – Die Beschleunigung von Ipanema modifiziert lediglich die Nutzlast der Pakete, behält jedoch die Layer 3- und 4-Informationen bei und verwendet keine Tunnel.
- Management aller Anwendungen – Der ganzheitliche Beschleunigungs-Ansatz von Ipanema berücksichtigt die drei Flaschenhälse im Bereich Anwendungsperformance (Bandbreite, TCP und Application Protocol). Zusammen mit der Optimierungskomponente unterstützt die Funktion alle Applikationstypen: Echtzeit-Anwendungen, transaktionale Applikationen und Datentransfers.
- Flexibilität – Individuelle Beschleunigungsmechanismen werden gezielt nur dort implementiert, wo sie auch wirklich benötigt werden. Nicht in jedem Fall ist Hardware an den Niederlassungen erforderlich, um von den Vorteilen der Intelligent Acceleration zu profitieren.

Dank Tele-Acceleration maximale TCP-Performance ohne Appliances in den Zweigstellen zu installieren
Die beiden Hauptfaktoren, die die TCP-Performance einschränken, sind die „Slow Start“-Phasen und die Begrenzung des „TCP-Fensters“. Diese führen dazu, dass das Protokoll bei Verbindungen mit längeren Verzögerungen und größerer Kapazität nicht die gesamte Bandbreite nutzen kann („Bandwidth Delay Product Problem”).
Der „Slow Start“-Mechanimus von TCP dient zur Feststellung, wie viel Bandbreite für jede Session zur Verfügung steht. Dieser Mechanismus wird von jeder einzelnen Session genutzt und arbeitet mit einer ständigen Steigerung des Session-Durchsatzes bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Leitung vollständig ausgefüllt ist. Dann geht das Protokoll davon aus, die maximal verfügbare Bandbreite ermittelt zu haben. Da jedoch die verwendete Bandbreite nur langsam gesteigert wird, nutzt das Protokoll in der Anfangsphase grundsätzlich nicht die gesamte, zur Verfügung stehende Bandbreite aus. In dieser Phase der Verbindung bleibt es also unter der Performance-Obergrenze. Damit bleibt ein bestimmter Anteil an Bandbreite ungenutzt, sodass längere Antwortzeiten entstehen als eigentlich notwendig.
Das Ipanema-System kann an dieser Stelle sein Wissen über den optimalen Durchsatz für jede Session, das es dank der Transparenz- und Optimierungs-Features besitzt, optimal einbringen. Mit einem „Local Acknowledge“-Mechanismus in der ip|engine, die sich nahe an der Datenverkehrs-Quelle befindet, stellt die Ipanema Tele-Acceleration jede Session sofort auf ihre optimale Bandbreite ein. Dies führt zu einer entscheidenden Verbesserung der Antwortzeit bei einer Vielzahl von Anwendungen, darunter auch Applikationen, die auf HTTP oder HTTPS basieren.
Das „Bandwidth Delay Product Problem“ beschreibt die Unfähigkeit von TCP, die gesamte verfügbare Bandbreite zu nutzen, wenn die Anzahl der simultanen Sessions gering und das Produkt von Bandbreite und Verzögerung im Vergleich zur TCP-Fenstergröße groß ist (die TCP-Fenstergröße hängt von den TCP-Implementierungen auf Client- und Server-Seite ab). Wird beispielsweise nachts ein Backup mit einer einzigen TCP-Session auf einer Verbindung mit hoher Verzögerung und hoher Bandbreite durchgeführt, so wird nur ein Bruchteil der verfügbaren Bandbreite genutzt. Dies hat eine wesentlich längere Backup-Dauer als notwendig zur Folge.
Ipanema löst dieses Problem durch eine praktisch unbegrenzte TCP-Fenstergröße, indem die Paketübertragungsgeschwindigkeit an der Quelle gesteuert wird.
Im Gegensatz zu jeder anderen Lösung auf dem Markt bietet Ipanema TCP-Beschleunigungsfeatures, ohne dass Hardware-Appliances in Filialen installiert werden müssen. Appliances sind nur an der Quelle der Anwendungsströme erforderlich.

Lokale Zwischenspeicherung und Komprimierung zur Reduzierung des Datenverkehrs
Ipanemas „Multi-Level Redundancy Elimination“ ist eine fortschrittliche Technologie, die die Menge der über das Netzwerk laufenden Daten reduziert. Dies geschieht durch die Komprimierung des Traffics und die Erstellung von Datenmustern, die in einem Cache in den ip|engines der Filialen lokal zwischengespeichert werden.
Auf diese Weise werden Netzwerkressourcen frei, die sofort den Anwendungen zur Verfügung gestellt werden können. Aufgrund der Bereitstellung dieser „virtuellen“ Bandbreite nehmen die Anwendungen eine Netzwerkverbindung als wesentlich größer wahr, als sie in Wirklichkeit ist, was zu einer Reduzierung der Antwortzeiten führt.
Bei der Verwendung von RAM Cache-Speichern kann die Multi Level Redundancy Elimination jede Art von Daten komprimieren und zwischenspeichern – auch die, die auf UDP basieren. Werden RAM- und Platten-Cache-Speicher genutzt, kann Multi Level Redundancy Elimination die Muster von sehr großen Dateien, die über TCP übertragen werden, komprimieren und für einen langen Zeitraum zwischenspeichern.

Transparente Beschleunigung von Legacy-Anwendungen durch intelligente Protokollumwandlung
Viele CIFS Performance-Probleme konnten zwar mit Windows Vista gelöst werden, aber nicht alle Unternehmen haben diese neueste Microsoft-Technologie komplett implementiert. Firmen, die Zugriff auf CIFS-basierte File-Shares über das WAN benötigen – beispielsweise nach einer Konsolidierung der Massenspeichersysteme – brauchen eine Lösung zur Verbesserung der Antwortzeiten von CIFS-Prozessen.
Die CIFS-Beschleunigung von Ipanema basiert auf der Umwandlung des CIFS-Protokollverkehrs, um die Verzögerungsanfälligkeit des Protokolls zu minimieren und so eine angemessene Antwortzeit beim Zugriff auf Remote File Shares mit CIFS über das WAN zu gewährleisten.
Die Optimierung des Protokolls wird mit der Intelligent Protocol Transformation-Technologie vorgenommen. Diese stellt ein generisches Framework für die Optimierung von Anwendungsprotokollmustern bereit, die sich für Prognose, Aggregation oder Übersetzung eignen. So lassen sich die Antwortzeiten minimieren.





